Brückenschlag

Im Mittelalter und bis in die Neuzeit hinein wurden auf der Isar und der Loisach die am Oberlauf gefällten Baumstämme zu Flößen verbunden und die Isar herunter bis München geflößt. Das war ein wichtiger Industriezweig, für die Flößer jedoch mit allerlei Gefahren verbunden. Je nach Jahreszeit und Wasserstand war die Isar ein wilder und gefährlicher Fluß oder ein friedliches Rinnsaal, in dessen Untiefen die Flöße aufsetzten. Es gibt deshalb zwischen Wolfratshausen und München auf weiten Strecken künstlich angelegte Kanäle, die parallel zur Isar fließen und deren Wasserstand reguliert werden kann. Heute fahren Isarflößer nur noch Gäste „zur Gaudi“ die Isar hinunter. Die Brücken sind sämtlich neueren Datums. Fußgängerbrücken wie diese (über den Floßkanal) gibt es höchstens seit ein paar Jahrzehnten:

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Straßen-Brücken über die Isar sind selbst heute noch relativ rar.

Zu stark veränderte sich immer wieder der Lauf der Isar und zu wild waren die Frühjahrshochwässer. Brücken konnten sich unter diesen Bedingungen meist nicht lange halten. Im Prinzip gilt dies auch heute noch – für die renaturierte Isar. Allein die moderne Betonbautechnik, die größere Spannweiten und robustere Konstruktionen ermöglicht, trotzt der Isar jeweils für ein paar Jahrzehnte.

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