Here comes the sun

Yippieeeeehhhh! Das Energieproblem der Menschheit ist gelöst!

Die kalte Fusion kann endlich Wahrheit werden! Heute habe ich sie gefunden, die kleinen Sonnen, welche die Energie liefern können. Schickt die noch nicht zu Ende entwickelten Tokamaks und Stellaratoren in Rente, denn hier kommt er… der DISTELREAKTOR:

sonneZugegeben, die Temperatur lässt noch etwas zu wünschen übrig, aber was so sonnig strahlt, wird doch auch Energie liefern können! Ich stelle so eine Distelblüte mal testhalber über Nacht in Kerosin und dann läuft das schon…

Endlich können die viel gepriesenen „emissionsfreien“ Elektroautos mit Strom fahren, der wirklich „nur“ aus der Steckdose kommt. „Emissionsfrei“ – da lachen ja die Elektro-Hühner! Ein Elektromotor neuester Bauart hat bis zu ca. 97% Wirkungsgrad – das klingt schon mal gut im Vergleich zu den besten Dieseln, die es auf nur ca. 45% bringen.

Der Strom der bei uns von Kraftwerken verschiedenster Bauformen stammt, wurde heutezutage von Kraftwerken mit einem mittleren Wirkungsgrad von gut 40% hergestellt. Die allerneuesten Gasturbinen-Kraftwerke erreichen Wirkungsgrade von 60%. Mit dem Nachteil, daß es noch praktisch keine davon gibt und es Jahrzehnte dauern wird, bis sie flächendeckend eingeführt sein werden.

Die Leistungsverluste pro 100 km Freileitungsübertragung in Stromnetzen betragen ein paar Prozent (basierend auf der aktuell verbauten,“alten“ Wechselstrom-Technik). Nehmen wir einfach mal an, es seien 2% und der Strom würde im Mittel 200 Kilometer „transportiert“, bevor er verbraucht wird. Macht 4% Verlust. Dazu kommen noch Umspannungsverluste von ungefähr 1%, sagen wir mal, das macht zusammen 5%. Das dürfte der Realität in den aktuellen deutschen Netzen nahe kommen.

Der Gesamt-Wirkungsgrad bis zur Leistungsabgabe beträgt also für das Strom-Auto zum aktuellen Stand der Technik 0,97*0,4*0,95=0,37%. Schlechter als beim modernen Diesel und ähnlich wie bei einem aktuellen Benziner.

Vielleicht ist der mechanische Wirkungsgrad beim Verbrennungsauto etwas schlechter – das ist klar. Auch die Förderung und den Transport (der unter 1 Prozent Energie kostet) sowie die Raffinierung der Mineralölprodukte habe ich hier unterschlagen. Die Ökobilanz bei der Herstellung der verschiedenen Fahrzeugtypen habe ich auch unberücksichtigt gelassen. (Ich vermute fast, daß die Verbrennungsautos hier besser abschneiden)

Worauf es mir ankam, war zu zeigen, daß selbstverständlich Elektroautos keinesfalls emissionsfrei sind. Durch den ständig steigenden Anteil erneuerbarer Energieen und die neuen Technologien bei der Herstellung von Strom und bei dessen Transport wird sich diese Bilanz aber rapide zu Gunsten des Stromers verschieben – die Technik macht also Sinn.

Eine funktionierende kalte Fusion oder auch – zur Not – auch eine „echtes, heißes“, serienreifes und womöglich auch noch halbwegs kompaktes Fusionskraftwerk (zur Zeit sind die riesenhaft) – das würde der Menschheit wirklich weiterhelfen.

Ich werde also der kleinen Distel und ihren Kollegen noch einmal tief in die Blüten schauen und ganz lieb „Bitte, Bitte“ sagen 😉

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