Retrospektive, Teil 2: Taschenrechner

Der heutige Retro-Artikel befasst sich mit mathematischen Kalkulations-Hilfsmitteln. Heute würde man kurz und bündig Taschenrechner sagen. Vielleicht nicht einmal mehr das, sondern Taschenrechner-App auf dem Smartphone. Um dem Thema aber gerecht zu werden, muss ich aber sogar noch weiter ausholen, denn als zu meiner Schulzeit die ersten rechenintensiven Themen gelehrt wurden, durften wir Taschenrechner anfänglich gar nicht verwenden, sondern mussten noch mit Rechenschiebern arbeiten:

Das war eine ziemliche Quälerei, aber die Dinger ermöglichten tatsächlich die Berechnung von Logarithmen und höheren Winkelfunktionen und waren schon irgendwie faszinierend.

Der erste Taschenrechner, den ich in der Schule benutzen durfte, war dagegen schon Hitech! Obwohl es ein Modell mit Dioden-Anzeige war, der so viel Batterien verbrauchte, wie eine Taschenlampe. Und der während des Betriebes ziemlich warm wurde, so daß man förmlich merkte, wie er arbeitete!

Wie man sieht, hatte er aber sogar schon zwei Speicherebenen und erste wissenschaftliche Funktionen. Diese Taschenrechner waren damals noch richtig teuer! Ein Vorläufer-Modell, daß mein Vater 7-8 Jahre früher gekauft hatte (das war eines der ersten verfügbaren Modelle von Hewlett-Packard – eingesetzt nur von Wissenschaftlern), beherrschte ausschließlich die Grundrechenarten und kostete über 800 Mark. Das war damals richtig viel Geld.

Zum Betrieb waren 3 Mignon-Batterien notwendig. Wegen des katastrophal hohen Stromverbrauches war es aber günstiger, das Gerät mit einem externen Netzteil zu betreiben.

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16 Gedanken zu „Retrospektive, Teil 2: Taschenrechner

  1. Toll! Endlich mal ein Rechenschieber im Internet! Solch ein Teil habe ich auch noch herum liegen. alle paar Jahre übe ich ein wenig damit. Noch kann ich die wichtigsten Operationen damit ausführen. Vor allem das Überschlagen der Größenordnung des Ergebnisses macht Spaß. Und man wird sich bewusst, dass die Genauigkeit von 10 Stellen unseres Taschenrechners nicht alles ist. Vielen Dank für dieses Bild.

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  2. als kleines kind war ich der festen überzeugung, dass der rechenschieber, den mein vater auf dem schreibtisch dekorativ in einem zinnernen bierhumpen stehen hat (man bemerke das präsens hier) einzig und allein zum rückenkratzen da ist…und wenn i ch ehrlich bin…:D….ich werde eine feierliche ode auf meinen ti-30x iis dichten!

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    • Das mit dem Rückenkratzen muss ich mal probieren… 😉
      Vielleicht kann meine Tochter auch ein Sprungbrett für Playmobil-Männchen daraus bauen…schließlich kommt jetzt die Freibad-Saison.
      Und auf die Ode an den TI-30x bin ich sehr gespannt!
      Wirst Du sein zweizeiliges alphanumerisches Display und seine Statistik-Fähigkeiten „besingen“? Aber mein Rechenschieber ist doch stylischer!

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      • ich denke, ein englisches sonett wird ihm gerecht werden…vor allem der funktione „2nd ans“, die mir einiges erleichtert hat…vielleicht finde ich im dichtungsprozess auch heraus, was sich hinter der taste “ ° ´ ´´ “ verbirgt (so nach 15 jahren beziehung sollte man das vllt endlcih mal wissen…)

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      • Musst Du wahrscheinlich nicht wissen… Klingt nach der Winkel-Darstellung in Bogenmass (Grad, Bogenminute, Bogensekunde)
        Vielleicht wäre doch eher ein Limmerick angebracht.

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