Luxus für Alteisen

Meine alte Enduro hat mich gestern brav vom Bayernland ins Rheinland getragen. Zwar hat sie gräßlich mein nicht mehr ganz junges Gebein gequält, aber sie verwies wortkarg darauf – nicht zu Unrecht – daß sie für solche Überland-Ritte nicht gebaut sei. Hier sollte sie nun einige Tage auf mich warten, um mich dann in den wilden Osten zu tragen. Eigentlich hätte ich sie, mangels Platz in der Garage, zwischen Rosen und Rhododendren tarnen wollen. Aber die gute Fee des Hauses hielt ein überraschend nobles Heim für sie bereit:

Wo sich sonst nur kunstsinnige Damen mitsamt ihren Malerstaffeleien tummeln, nebenbei an Ihren zarten Tassen heissen Earl Grey’s nippend, verströmt nun Schwermetall seinen ölig-metallenen Brodem. Nicht, daß aus dem toughen Eisen noch ein weichgespültes Klapprad wird, bis ich wiederkehre!

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10 Gedanken zu „Luxus für Alteisen

      • Klar – das verstehe ich…
        Das war bei meiner Frau exakt genau so. Nicht nur, daß keine Zeit dafür ist – es ist auch einfach ein Risiko, daß nicht wegdiskutierbar ist. Obwohl ich ja der Meinung bin, man kann genau so leicht als Fußgänger im Strassenverkehr oder als Fensterputzer/in auf der Leiter sterben… So oder so heißt es vorsichtig sein.

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