Entführung aus der Bretagne! (Magic Monday „geheimnisvoll“)

Wer hätte das gedacht? Das „Eingangstor“ zur Bretagne, der Mont Saint Michel, steht tatsächlich in der Normandie! Der Fluss, der am Damm des Mont Saint Michel mündet, der Couesnon, ist der Grenzfluss zwischen der Bretagne und der Normandie. Der Verlauf des Flusses wanderte jedoch mit der Zeit durch Verlandung, so daß irgendwann der ehemals bretonische Inselberg haarscharf an die Normandie fiel. So oder so ist dieser Burg- und Klosterberg für mich, seit ich Ihn kenne, ein mystischer Ort. Eben geheimnisvoll… Als Paleica in dieser Woche den Magic Monday mit dem Thema „geheimnisvoll“ ausrief, lag es für mich nahe, den Mont Saint Michel zu zeigen. Ganz ursprünglich muss der Berg eine Begräbnisstätte der Kelten gewesen sein, bevor die Christen dann Anfang des 8ten Jahrhunderts dort die erste Kirche bauten und später zum Kloster erweiterten:

Zwar halte ich mich für einen wenig esoterisch veranlagten Menschen, aber dennoch gibt es Orte auf dieser Erde, die ich kennenlernen durfte und von denen für mich persönlich eine besondere Ausstrahlung, vielleicht sogar Kraft, ausgeht.

Der Mont Saint Michel gehört dazu. Kein Wunder, daß viele Generationen von Menschen sich zu diesem Platz hingezogen fühlten und sich an ihm die Fantasie Vieler entzündete. Zuletzt waren es wohl Peter Jackson und seine Filmcrew, die vom Mont Saint Michel zum Aussehen von „Minas Tirith“, der Stadt der Könige im Herrn der Ringe inspiriert worden sein sollen.

Leider wurde gestern aller Mystizismus, alles Geheimnisvolle, von unzähligen Touristen förmlich erstickt. Franzosen, Amerikaner, viele Japaner, Deutsche, Italiener, Engländer – alle scheinen nur ein Ziel zu haben: den Mont Saint Michel zu stürmen. Ich konnte nicht einmal die wirklich schöne und sehr besondere Abtei und Kirche besuchen, weil es so brechend voll war, daß sich die Menschen „en bloc“ durch die Gassen schoben und eine Schlange am Eingang zum Kloster stand, die eine Stunde Wartezeit verhieß. Also muss ich von meiner Erinnerung an zwei Besuche vor gut 20 Jahren zehren und Euch zwar raten, dorthin unbedingt einmal zu fahren, wenn sich die Möglichkeit ergibt, dies jedoch bitte in der schlechtest besuchtesten Zeit zu tun, die denkbar ist. Der Mont Saint Michel ist wirklich eine Reise wert, aber nehmt etwas Zeit und Ruhe mit und wählt eine Reisezeit, in der Ihr dort fast alleine seid. Ich bin überzeugt, der Zauber, den Ihr in Euren Herzen mitnehmen könnt, ist es wert!

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15 Gedanken zu „Entführung aus der Bretagne! (Magic Monday „geheimnisvoll“)

    • Ich denke, jede/r hat da seine eigenen Prioritäten…
      Stonehenge, der Klassiker für Mystiker, war interessant, hat mich aber nicht wirklich berührt.
      Der Nemrud Dag mit dem Grab des Kommagene- Königs (Türkei) oder der Bryce Canyon haben für mich dagegen förmlich gestrotzt vor Kraft.

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      • das kann ich mir vorstellen. grand und bryce canyon möchte ich auch sooo gern einmal sehen. für mich sind es meistens orte in der natur, wasserfälle, meeresweiten, felsen, an denen cih diese energie spüre.

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      • Wenn Du eines Tages zum Grand Canyon kommst, nimm Dir unbedingt die Zeit auch hinein zu wandern! Von oben rein zu schauen ist schon sehr beeindruckend, aber es ist auch noch distanziert.
        Das gleiche gilt natürluch sowieso für Bryce, aber dort ist es leichter zu realisieren. 🙂

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  1. Am Mont Saint Michel habe ich in meiner Jugend im Zuge diverser Schüleraustauschprogramme des öfteren herumgelungert. Er ist wirklich nur von weitem schön, wenn man die Touristen ausblenden kann, dafür dann jedoch besonders. …und der Treibsand drumherum! LG

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  2. ooooooooouuuuuuiiiiiiiii!!!!! Le Mont St Michel!! Un des meilleurs et des plus intéressants lieux dans le monde (je pense – et s’il vous plaît pardonnez-moi mes compétences linguistiques praticables, peut-etre le sont un peu rouillé)

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    • Ton Francais? J’ai compris l’ooooouuuuiiii et pas en plus!
      Mon français, ca suffis pour demander un croîssant et un café noir… 😉
      Peut-être je n’ai oublié pas les mots pour flirter avec une jolie francaise… 🙂

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  3. Der Mont Saint-Michel war zwischendurch auch ein Gefängnis. Man sollte auf jedem Fall die Gelegenheit nutzen, Muscheln an der Küste entlang Richtung Cancale zu essen. / Die Sache mit den Touristen und dem Treibsand geht sicherlich jedem Bretonen irgendwann durch den Kopf… aber dann siegt die Vernunft: man braucht doch das Geld. 😉

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    • Ich hab‘ auch lange in einer periodisch von Touristen stark frequentierten Gegend gewohnt… Zwei Seelen streiten in der Brust eines Einheimischen: kassieren oder ermorden? Das ist eine Zweck-Liebe…
      Das mit dem Gefängnis hatte ich gelesen. Aber das war, glaube ich, erst nachdem das Kloster aufgegeben wurde. Faszinierend ist auch der Bau an sich. Der Platz oben auf der Felsenplattform ist nämlich eigentlich zu klein für Kirche und Kloster… 😉
      Ach ja… Muscheln haben wir gegessen – in St.Malo.

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