une gaffe après l’autre

Neulich, in Dresden, wollte ich meinem Hund Maya etwas Bewegung verschaffen und fuhr mit dem Rad ein paar Kilometer durch die Innenstadt. Meine Frau radelt nicht so gerne, wollte aber mitkommen. Also nahm sie das Pferd. Als wir durch den Zwinger kamen, überraschte uns die Nacht. Es fing auch an zu regnen. Gut, daß ich für solche Fälle immer ein Zelt dabei habe. Maya durfte frei laufen während ich das Zelt aufschlug und nutzte den Rasen für dringende Geschäfte. Natürlich machte ich die Hinterlassenschaft weg, aber wohin mit dem Scheiss, wenn kein Mülleimer da ist? Ich habe den Beutel bis zum nächsten Tag einfach einem steinernen Faun unter den Arm geklemmt. Das stand ihm. Mittlerweile bekamen wir Hunger und die Stände mit den Original Thüringern hatten bereits geschlossen. Also ein paar Kekse zerkrümelt und Tauben damit angelockt. Nachdem wir 2 gefangen hatten, schürten wir ein lustiges Feuerchen und brieten die Vögel. Ein ungutes Gefühl hatte ich schon beim Verzehr. Nennt man die Tauben nicht auch die Ratten der Lüfte? Erst am nächsten Morgen sah ich dieses Schild. Wenn ich das vorher gewusst hätte…!

verbotsschild_kleinDas habe ich natürlich nicht wirklich erlebt. Könnte der Albtraum gewesen sein, durch den ich vor Kurzem mitten in der Nacht schweissbedeckt und orientierungslos erwachte…

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14 Gedanken zu „une gaffe après l’autre

    • Mhm – darüber hab‘ ich noch nicht nachgedacht…
      Mir persönlich wäre es dort für Sex etwas zu gut besucht. Aber das würde das Zelt erklären. Statt so eines Piktogrammes hier, No sex , haben sie vielleicht das Zelt gewählt, von dem man nicht so genau weiß, was darin vorgeht… 😉

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  1. Man denkt immer, Schottlands Schlösser wären gruselig, weil es in ihnen spukt… aber wenn man das so liest, kommt einem gleich in den Sinn, dass die alten Sachsen hierfür das Vorbild gewesen sein könnten. Man stelle sich den hiesigen Schlosswächter als frankenstein-artiges Wesen vor, daß Besucher im Zwinger hält und sie bestraft, wenn sie die Momeratzen zertreten… 😉

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      • Könnte es, ja.
        „Momratz“ war auch gemeint. Aus dem Engl. „Mome Rath“. Stichwörter: Grinsekatze, Alice im Wunderland, Rasen und Ausraster der Herzkönigin… Momratzen sind in der ersten Disney-Version die blumenartigen Wesen, auf die man nicht treten darf. Seither assoziere ich Verbotsschilder dieser Art (insbes. wegen des Bezuges auf die Strafandrohung) mit: „Do not step on the Mome Raths.“ Manche sehen in dem Wort „Mome Rath“ Allegorien. Im Grunde genommen ist aber nichts anderes als irrsinniger Unsinn. 😉

        P.S.: kannst du meine Deutsch-/Tippfehler bitte korrigieren, wäre nett.

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      • Danke für Deine erhellende Erklärung! Da hatte ich eine Bildungslücke! Den Jabberwocky hätte ich ja noch gekannt, aber Mome Rath nicht… 😉 Eine witzige Assoziation, die Du jetzt auch in meinem Sprachschatz verankert hast! 🙂 Ich mag so etwas!
        Deine Rechtschreibfehler habe ich (ungern) korrigiert, aber vorher war Dein Text deutlich charmanter und ebenfalls verständlich.

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