Du sollst nicht den Stab brechen…

…sonst wäre es um die Stabilität der norwegischen Stabkirchen nicht mehr gut bestellt.

Die norwegischen Stabkirchen wurden zumeist im 12ten und 13ten Jahrhundert gebaut, in einer Zeit, in der es dem Schiffbau nicht mehr gut ging. So kamen findige Schiffbauer auf die Idee, Ihr Handwerk beim Bau von Kirchen einzubringen. Wenn man in einer Stabkirche steht, kann man sich bei einem Blick nach oben sehr gut vorstellen, man stünde in einem umgedrehten Schiffsrumpf. Ihren Namen haben die Stabkirchen von den riesigen Fichtenstämmen, die im Inneren der Kirche die Stützpfeiler bilden.

Stabkirchen sind übrigens recht zugige Gebäude. Zwar werden die Zwischenräume der Hölzer regelmäßig mit Pech abgedichtet, um sie wasserfester und windundurchlässiger zu machen (nicht anders als die Schiffsrümpfe auch, die kalfatert wurden), aber während der norwegischen Winter war der Kirchgang eine ungemütliche Sache. Um den Wind nicht gar so ungehindert durchpfeifen zu lassen, sind die Erdgeschosse vieler Stabkirchen mit einem umlaufenden Gang versehen, der quasi eine zweite Wand bildet.

Aus dem selben Grund saßen die Frauen und Kinder im Inneren der Kirche auf den inneren Plätzen und die Männer auf den wandseitigen Positionen.

Stabkirche 1

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17 Gedanken zu „Du sollst nicht den Stab brechen…

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