Katharerburg Peyrepertuse

Die Kathererburg Peyrepertuse (gesprochen übrigens Pärpertüse) ist – meiner Meinung nach – eine der beeindruckendsten Ruinen aus der Zeit der Verfolgung dieses Ordens. Um die Katharer, die auch Albigenser genannt wurden, wird ja seit ihrer Verfolgung und Zerschlagung viel Geheimnistuerei gemacht. Sie hätten eine Geheimlehre innerhalb ihrer Religion aufgemacht, die den Teufel anbetete, sie hätten den heiligen Gral gehütet, es gäbe sie im Geheimen noch heute.

Einen Großteil, wenn nicht sogar alles, darf man sicherlich der regen Fantasie der Menschen zuschreiben. Tatsache ist, daß die Katharer mit ihrer sehr alten – und wegen ihrer Initiationsriten etwas geheimnistuerischen Lehre in weiten Teilen Europas verbreitet waren und eine regelrechte Alternativreligion zum Katholizismus anboten.

Ausserdem waren die Katharer ein sehr reicher Orden. Es verwundert einen daher kaum, daß die Katharer der katholischen Kirche ein mächtiger Dorn im Auge waren, zumal die katholische Kirche nicht wirklich die Toleranz erfunden hat – im Mittelalter schon gar nicht. Die aufkommende Inkquisition war ein probates Mittel, die eigenen Interessen gegen die Katharer im Alltag durchzusetzen. Auf politischer Ebene wurde ein richtiger Krieg, unter dem Deckmantel eines Kreuzzuges, angezettelt. Ganze Landstriche wurden regelrecht entvölkert, weil sie der Albigenserkirche angehörten. So wurde die Macht der katholischen Kirche gefestigt und ganz nebenbei noch die Geldschatulle kräftig aufgefüllt.

Die auf dem anderen Bergkamm sichtbare Ruine ist die Katharerburg Quéribus.

Die Katharerburg Peyrepertuse war – neben Montségur und Quéribus, die sich noch länger hielten – eine der letzten Bastionen, die den Menschen noch eine Weile Zuflucht bieten konnten, bevor auch sie fielen.

Der im oben stehenden Foto sichtbare Teil der Burg ist der niedriger gelegene und ältere – er wurde im 11. Jahrhundert gebaut.

Das folgende Panorama lohnt einen Klick zum Vergrößern! Es wurde vom oberen, auf der Felsnase liegenden Teil der Burg aus aufgenommen, der Saint Jordi genannt wurde:

SONY DSC

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7 Gedanken zu „Katharerburg Peyrepertuse

    • Von Dan Brown weiß ich es nicht mehr… aber die Freimaurer haben in Realität nie auch nur das Geringste mit den Katharern zu tun gehabt. Die Freimaurer sind ja auch keine Religion. Sie sind nur eine Vereinigung, die die Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen auf ihre Fahnen geschrieben hat 😉

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    • Gerne! 🙂
      Gruselig wirkt die Burganlage live eigentlich nicht. Aber schon sehr eindrücklich, wenn man weiß, was sich dort abspielte. Man muss bedenken, daß in Fluchtburgen hunderte Menschen jeglichen Alters und Standes zusammen mit möglichst viel Nutzvieh auf kleinem Raum gelebt haben. Das war – speziell im Winter – bestimmt kein Spaß…

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