Partielle Sonnenfinsternis 2015

Leider hatten wir so weit südöstlich ja nur eine Abdeckung von 69,1 %, aber beeindruckend und spannend war das Ereignis allemal. Der Himmel war klar und nur hin und wieder kamen Schleierwolken durch, die man erst mit der Kamera sah, nicht aber mit dem bloßen (brillenbewehrten) Auge.

Maximum

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Zum Anschlag auf „Charlie Hebdo“

Dieser Blog ist vielleicht zu Allererst ein Fotoblog. Aber er spiegelt selbstverständlich auch meine Meinung und meine Befindlichkeit und er trifft Aussagen. Meistens weiche, interpretationsfähige Aussagen, in Fotoform, manchmal aber auch klare, textliche Aussagen, von denen ich hoffe, daß sie in ihrer Deutlichkeit unmissverständlich sind. Heute ist wieder die Zeit für letztere Kategorie gekommen, denn ich finde, daß der barbarische Anschlag – vermutlich radikal-islamistischen Ursprungs – auf die Pariser Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ durch absolut nichts zu rechtfertigen ist. Dennoch halte ich es für notwendig, das Geschehen mit Bedacht und differenziert zu betrachten. Meine erste, spontane Reaktion war die, mich ebenfalls kurz und prägnant an der „Je suis Charlie“-Solidaritätswelle zu beteiligen. Standpunkt klar gemacht und aus. Die Idee dahinter ist auch zunächst einmal gut. Es wird ein Schulterschluß gegen Gewalt gezeigt und Solidarität mit den Familien der Opfer. Auf der anderen Seite – wer zeigt den Schulterschluss eigentlich und wem mag er nützen? Wo steht denn, ob dieser Schulterschluss auch eine klare Aussage gegen Fanatismus und für Toleranz beinhaltet? Das, wovor wir uns nun besonders fürchten sollten, ist nicht die Angst vor weiteren Anschlägen, womöglich auch hier in Deutschland. Es ist auch nicht der „Anschlag auf die Pressefreiheit“, den viele empörte und persönlich betroffene Journalisten in den Vordergrund rücken. Das, wovor wir wirklich Angst haben müssten, sollte die Angst vor Hetze gegen Andersgläubige und Menschen mit anderem Lebensentwurf sein. Was könnte geschehen, wenn in Frankreich plötzlich die allzu populäre Marine le Pen mit Ihrer rechten Front National aus dem Schatten der gerechten Empörung tritt und behauptet: „Ich habe es Euch schon immer gesagt – die Moslems wollen uns Christen schaden. Lasst sie uns hinauswerfen, bevor sie das tun!“? Da wird dann nicht mehr differenziert, sondern pauschalisiert. Islamisten würden mit Moslems gleichgesetzt und das Resultat könnte eine sich weltweit verhärtende Front zwischen Christen, bzw. der westlichen Welt und den muslemisch geprägten Ländern sein. Die Extremisten auf beiden Seiten wären begeistert und würden lautstark krakeelen: „Wir haben es Euch doch immer gesagt, wir müssen jetzt hart sein und kompromisslos! Wir sind im Recht!“

In unserem Land ist das nicht anders – der Trend beginnt sich auch hier schon abzuzeichnen. Die „Pegida“ und die AfD posaunen schon heute Abend in die Welt hinaus, sie hätten es doch die ganze Zeit gesagt – die Islamisten seien eine Gefahr für Deutschland. Bei aller rhetorischer Verbrämung ist dabei deutlich wahrzunehmen, daß sie aber nicht die fanatischen und gewaltbereiten Islamisten meinen, sondern „den Islam“, die Moslems an sich. Ich kann nur inständig hoffen, daß es in Europa genügend klarsichtige und unabhängig denkende Menschen gibt, die dieses gefährliche Verhalten als das kommunizieren, was es ist – Polemik. Andernfalls könnten wir uns sehr schnell wieder in einem politischen Umfeld wiederfinden, in dem wieder große Massen von Menschen im Chor hohle Phrasen skandieren, in der Meinung, es müsse ja stimmen, wenn es so viel sagen… Es möge mich bitte niemand falsch verstehen. Ich versuche nicht die Lage zu überzeichnen, Panik zu machen oder etwas herbeizureden. Ich glaube jedoch, daß sich ganz Europa im Moment in einem wirklich gefährlichen politischen Spannungsfeld befindet. Und ich hoffe wirklich, daß es mehr besonnene, tolerante und geschickte Politiker gibt, als mich meine Skepsis vermuten lässt. Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß wir in unserem kleinen, persönlichen Umfeld anfangen müssen, unsere Überzeugungen zu vertreten. Wir haben hier in unserem kleinen Städtchen zum Beispiel seit Kurzem über 100 Asylsuchende wohnen. Diese Menschen dürften zu großen Teilen Moslems sein. Ich bin der Überzeugung, daß gerade diese Menschen die Gewalttätigkeit der IS und von Fanatikern allgemein strengstens verurteilen. Sie verdienen es zunächst einmal, unabhängig von der Kultur, die sie mitbringen, ernst genommen zu werden und Toleranz und Hilfe zu erfahren. Ein sich Wehren gegen Fanatiker jeglicher Couleur ist genau dann erfolgreich, wenn die Menschen jeglichen Glaubens, jeglicher Herkunft und jeglicher Lebenskultur in einer Gesellschaft in Toleranz für einander zusammen stehen. Abgrenzung, Hass und Fanatismus hat noch nie in der menschlichen Geschichte zu etwas Anderem geführt, als wieder zu Hass und Fanatismus… und Leid.

Bokeh Olé

Befeuert von meinem eigenen Interesse, sowie auf Wunsch eines einzelnen, freundlichen Herren aus der Foto-Blogger-Szene 🙂 , folgt hier nun der Vergleichstest zwischen den Freistellungsqualitäten einer DLSR mit APS-C Sensor und einer Systemkamera mit Micro Four Thirds Sensor.

Als Modell hat sich IA zur Verfügung gestellt, der nach einem tragischen Unfall, bei dem er beide Augen verlor (Ich glaube, er hat Maya zu viel hemmungslos angestarrt), kürzlich in einer einzigartigen OP wieder sehend wurde. Allerdings unter Veränderung der Augenform und -Farbe, weswegen er nun ständig high aussieht – aber das soll hier nicht Thema sein. Meinen Dank also an das geduldige Modell.

Zum Test traten an:

1) Sony Alpha 580 mit APS-C Sensor und Tamron SP 60mm DI II, 1:2,0

2) Panasonic DMC GX7 mit mft Sensor und adaptiertem Tamron SP 60mm DI II, 1:2,0

3) Panas. DMC GX7 mit mft Sensor u. adaptiertem Olympus Zuiko Auto-S 50mm, 1:1,8

Alle drei Fotos wurden sorgfältig per Hand auf das rechte Auge (in Kamera-Blickrichtung) fokussiert. Die Kamera war jeweils auf einem Stativ montiert und es wurde per Fernauslöser ausgelöst. Es wurde jeweils mit Offenblende (Tamron Blende 2,0, Olympus Blende 1,8) fotografiert und zwar bei einer Belichtungszeit von 1/30 Sekunden und ISO 200. Mit dem Olympus-Objektiv bin ich ein Stück näher herangerückt, um die geringere Brennweite auszugleichen. Die Fotos sind alle aus Raw-Dateien entwickelt, aber absichtlich nicht nach-bearbeitet, also auch noch nicht geschärft. Diesbezüglich wäre also noch reichlich Potential vorhanden.

Hier schon mal ein montiertes, bezüglich der Auflösung heruntergerechnetes Vergleichsfoto:

Links befindet sich Foto Nr.1 aus der Sony Alpha, rechts 2 und 3 aus der Panasonic GX7 (ganz rechts also mit Olympus-Objektiv)

Hier könnt Ihr die Einzelfotos in Vollauflösung anschauen, aber Achtung, falls Ihr mit Mobilgeräten über GSM zugreift – die Ladezeiten sind deutlich höher:

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Rotnasigleuchtender Rentierschein

Ich wünsche Euch Allen ein schönes Weihnachtsfest und friedliche Feiertage, ganz so, wie Ihr es Euch für Euch selbst erträumt!

Geltinger Feld Sonnenaufgang_kleinUnd wenn wir schon keinen Schnee haben – so dachte sich vermutlich Rudolf, daß rot- und leuchtnasige Weihnachtsmann-Rentier – dann erleuchtet er uns wenigstens den Start in einen angenehmen Tag. Macht’s gut, Ihr Lieben!

Von Zwergen regiert

In der vergangenen Woche verkündete der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer in einem Leitantrags-Entwurf für den Parteitag der CSU:

„Wer hier dauerhaft leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen.“

langer Schatten…“Wenn die Sonne der Intelligenz tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten!“

 

 

Pixelballett

Da stehe ich also und mir ist klar geworden, daß ich eine neue Digitalkamera benötige…   Meine Sony Alpha 580 leistet mir eigentlich hervorragende Dienste. Die Spiegelreflex ist schnell, flexibel und ich liebe ihr Klappdisplay, das es bei Canon und Nikon ewige Zeiten im semiprofessionellen Segment nicht gab. Immer häufiger störte mich zwar, daß die DSLR nicht abgedichtet ist, aber der Knackpunkt liegt einfach in der Größe und dem Gewicht. Wie sagt mein Freund Horst immer: „Die beste Kamera ist die, die ich dabei habe!“ Aber das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit, doch dazu kommen wir gleich.

Rollei_kleinÜbrigens weise ich ausdrücklich darauf hin, daß dieser Beitrag natürlich allein auf meiner subjektiven Meinung beruht und darauf basiert, was ich möchte und denke. Ich würde mich freuen, wenn die Tips und meine Überlegungen Euch helfen, aber ich freue mich ebenso über rege Diskussionen.

Ich weiß also,

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bavaria burning

Sonnenaufgang

Diesem Sonnenaufgang habe ich zwar eine etwas geänderte Gradationskurve und einen Tick mehr Luminanz verpasst, um den morgendlichen Dunstschleier aus dem Foto zu bekommen, aber es gab ihn wirklich genau so! BAAAM!

Es gibt solche Phasen im Leben…, in denen scheint die Kreativität zu ruhen und zufrieden vor sich hin zu schnurren. Ich bin nicht einmal ganz sicher, warum das bei mir im Moment so ist. Es gab Zeiten, da hat Alles und Jedes in meiner Umgebung mich sofort angeschriehen: „Fotografier mich! Ich bin einen Blogeintrag wert!“

Momentan gehe ich mit gedämpftem Blick durch die Gegend. Wenig optische Reize scheinen mir wichtig genug, meine fette und schwere Spiegelreflex einzupacken. Mit Arbeit, Familie, Freunden und leicht angeschlagener Gesundheit scheint meine Energie ausgelastet genug zu sein. Mit Elan und sprühenden Augen, sowie allem Equipment, gezielt losziehen zum Fotografieren? Das scheint mir momentan nicht attraktiv. Und dabei leuchten draußen überall die herbstlichen Farben; ein Fest für die Seele!

Aber da turnt dieses kleine Teufelchen an meinem Ohrläppchen und grunzt: „Das hast Du doch alles schon fotografiert! Ist es die Mühe wert?“

Gleichzeitig fehlt mir das Fotografieren! Häufig denke ich, daß es sehr schade ist, gerade jetzt keine Kamera dabei zu haben. Und deshalb ist nach und nach der Gedanke in mir gereift, ich bräuchte wohl eine Zweitkamera. Etwas Handliches, qualitativ aber trotzdem Hochwertiges. Schnell muss sie sein und am besten wetterfest und…ja, sagte ich es schon? Klein und handlich! In die Jackentasche passen soll das Teil! Nun bin ich – wie Ihr wisst – Ingenieur. Zwar keiner von der haarspalterischen Sorte, aber wenn es um Technik geht, will ich es schon genau wissen! Also habe ich mich informiert. Habe die Photokina 2014 abgewartet und das Internet und die Fachpresse durchforstet, was denn so in Frage käme. Und nebenbei habe ich mein Portemonnaie gemästet so gut es ging. Nicht zum ersten Mal ging mir dabei auf, daß viel Wissen nicht zu einfachen Entscheidungen führt. Nein, es erschwert sie eher noch. Und weil ich weiß, daß viele von Euch vor solchen oder ähnlichen Anschaffungs-Entscheidungen stehen, habe ich beschlossen, eine fetten, informationsgesättigten Blog-Beitrag zu schreiben, der Euch am Ende nicht im Regen stehen lässt, sondern der es Euch (hoffentlich) erleichtert, Eure eigene, fundierte Entscheidung zu treffen.

Wer mag, der (oder die) folge mir also in die gruseligen Katakomben:

Pixelballett

Rückenwind

Heute möchte ich Denjenigen von Euch Alex vorstellen, die sie noch nicht kennen. Alex ist eine griechische Fotografin, die gerne vollständig ins Profilager wechseln möchte. Das ist aber alles andere als einfach, wenn man in Griechenland lebt – in einem Land, in dem momentan einem Großteil der Bevölkerung das Wasser bis zum Hals steht. Alex hat also beschlossen, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen und nach Österreich zu emigrieren. Das ist mutig. Statt sich Ihrem Schicksal zu ergeben, wie es so viele ihrer Landsleute tun, hat sie einen Plan gemacht, Ihr Leben woanders auf die Schiene zu bekommen. Mangels Geld, selbst für das Flugticket und den Umzug, hat sie ein Crowdfunding-Projekt ins Leben gerufen, im Rahmen dessen sie ihre Fotografien vermarktet. Ich habe mich beteiligt, weil ich denke, daß es hoch anerkennenswert ist, in einer solch ausweglosen Situation diese Energie und dieses positive Denken an den Tag zu legen. Ich wünsche Alex von ganzem Herzen, daß sie Erfolg hat und die Möglichkeit sich ihren Wunsch zu erfüllen, mit ihrer Fotografie ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Ich bin nicht sicher, ob sie sich überhaupt klar ist, wie schwierig es auch hier in Deutschland oder Österreich ist, mit Fotografie sein Geld zu verdienen. Aber wenn es jemand schafft, dann jemand mit so viel Energie und Enthusiasmus. Bitte schiebt Alex‘ Vorhaben mit an, wenn Ihr mögt!

http://vlightphotography.com/

 

Schöneberger Gasometer

Am zurückliegenden Wochenende war ich auf Fototour in Berlin. Zusammen mit Martin, den hier einige als Pixelmacher kennen. Und wir haben so fantastische Dinge gesehen und erlebt! Einer der (auch buchstäblichen) Höhepunkte unserer Fototour war sicherlich die Besteigung des Gasometers im Stadtteil Schöneberg:

Normalerweise kann man das 80 m hohe Führungsgerüst des ehemaligen Teleskopgasbehälters nicht ohne Weiteres erklettern. Aber wir hatten das große Glück, sozusagen spontan, an einer Sonnenuntergangstour teilnehmen zu können. Halbwegs schwindelfrei sollte man dafür allerdings schon sein. Weiterlesen